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Wie ökologisch sind Holzpellets?

Wie ökologisch sind Holzpellets? - Ein Artikel von Maria Hanisch.

Der Bedarf an den beliebten Brennstoff ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Während im Jahr 2010 noch knapp 1,2 Millionen Tonnen Holzpellets in Deutschland verbraucht wurden, stieg der Inlandsbedarf bis 2014 bereits auf 2,1 Millionen Tonnen an. Für 2015 wird laut dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) ein Verbrauch von 2,3 Millionen Tonnen prognostiziert.

Bei solch hohen Bedarfsmengen stellt sich unter anderem die Frage, wie die dauerhafte Versorgung gewährleistet werden kann und wie ökologisch Holzpellets am Ende wirklich sind.

Holzpellets als umweltfreundliche Alternative zu Kohle und Co.

Biobrennstoffe zum Heizen sind auf dem Vormarsch und sollen in Zukunft fossile Energie ablösen. Die aus Biomasse hergestellten Energieträger gelten dabei als besonders umweltschonend und effizient.

Das Verfeuern von Holzpellets ist nicht nur emissionsarm, sondern auch energiestark. Mit einem Heizwert von durchschnittlich 4,9 kWh/kg ersetzt bereits eine Tonne Holzpellets rund eine Tonne Braunkohle oder 500 Liter Heizöl.

Ein weiterer Faktor, der für Holzpellets spricht, ist der klimaneutrale Ausstoß des treibhausrelevanten Gases Kohlendioxid. Hohe Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre werden für den Klimawandel verantwortlich gemacht. Als CO2-neutraler Brennstoff sind Holzpellets eine umweltschonende und langfristige Lösung für den häuslichen Energiegewinn.

 

Was bedeutet CO2-neutral?

Kohlendioxid ist ein essentieller Nährstoff für die Pflanzen, der für das Wachstum benötig wird. Im Laufe der Lebensphase einer Pflanze wird dieses Gas in der Zellstruktur gespeichert und wieder an die Atmosphäre abgegeben, sobald die Pflanze stirbt und verrottet.

Angewendet auf einen biogenen Brennstoff wie Holzpellets bedeutet dies, das nur soviel CO2 während der Verbrennung abgegeben wird, wie der Rohstoff, in dem Fall Holz, durch die Atmosphäre aufnehmen konnte. Die gleiche Konzentration CO2 wäre ohnehin im Laufe des Verrottungsprozesses des Holzes im Wald entstanden.

Für die Beurteilung, ob ein Brennstoff klimaneutral ist, müssen allerdings weitere Kriterien analysiert werden. Ein Faktor ist die industrielle Produktionsweise, bei der oftmals fossile Brennstoffe eingesetzt werden. Die Energie, die also benötig wird, um Holzpellets herzustellen, setzt die Ökobilanz nach unten. Zum anderen dürfen die Transportwege des Rohstoffes hin zur Holzfabrik und die Auslieferung der Holzpellets zum Händler und Käufer nicht vernachlässigt werden. Hier kommt es zu weiteren negativen CO2 –Ausstößen.

Aufgrund der höheren Emissionsbelastung während des Produktionsprozesses haben Holzpellets eine etwas niedrigere Ökobilanz als Brennholz.

Der nachwachsende Rohstoff Holz

Seit 400.00 Jahren wird Holz vom Menschen als Energielieferant für das Kochen und Heizen verwendet. Vorteil des Brennstoffs gegenüber den fossilen Energieträgern: Der Rohstoff ist nachwachsend.

Für die Herstellung von Holzpellets werden normalerweise Holzreste wie Sägespäne oder –mehl verwendet, die als Nebenprodukt in der holverarbeitenden Industrie anfallen und optimal zur Weiterverwertung genutzt werden können.

Bei einem steigenden Bedarf für den Brennstoff müssen allerdings auch nachhaltige Maßnahmen zum Schutz und Erhalt des Waldbestandes und zur dauerhaften Versorgung ergriffen werden.

Damit auch in Zukunft die Versorgung mit Holz gesichert ist, werden auf sogenannten Kurzumtriebsplantagen schnellwachsende Baumarten wie die Pappel gepflanzt. Die Bäume können bereits nach 10 Jahren geerntet und zur weiteren Verarbeitung als Bau- oder Brennstoff verwendet werden.

Bedenken bei der Bewertung der ökologischen Effizienz von Holzpellets

Unter den Angeboten der Händler für Holzpellets gibt es vermehrt Importware zu kaufen. Die USA stehen als Holzpellets-Lieferant in Europa an erster Stelle, gefolgt von Kanada und Russland. Für die Holzpellets werden oftmals Bäume gerodet und direkt zum Brennstoff verarbeitet. Zudem werden aufgrund der langen Transportwege unnötige CO2-Ausstöße in Kauf genommen. Das setzt die Ökobilanz von Holzpellets nach unten.

Dabei sind die heimischen Waldbestände gesichert. Deutschland hat mit 3,6 Milliarden Kubikmetern Waldfläche den größten Holzbestand Europas. Lediglich 70 Millionen Kubikmeter werden derzeit genutzt. Auch für die Zukunft ist die Versorgung mit Holzpellets für deutsche Haushalte gesichert, der Bezug des Brennstoffs aus dem Ausland also unnötig.

Dennoch haben Holzpellets eine vergleichsweise gute Ökobilanz. In Deutschland hergestellte Pellets haben verglichen mit Heizöl eine 97-prozentig bessere CO2-Bilanz, die Importware aus den USA immerhin 80 Prozent.

Holzpellets sind eine gute Alternative zu den fossilen Brennstoffen

Im Vergleich zu den endlichen Energieträgern, deren Ressourcenknappheit die Menschen auch in Zukunft vor weiteren großen Herausforderungen stellt, sind Biobrennstoffe wie Holzpellets eine attraktive Möglichkeit der Energiegewinnung. Sie sind umweltfreundliche, sichere und rentable Brennstoffe, deren Beliebtheit zukünftig weiter zunehmen wird.