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07. Klimabewusst und nachhaltig - Die ökologischen Hintergründe von Holzbriketts

07. Klimabewusst und nachhaltig - Die ökologischen Hintergründe von Holzbriketts - Ein Artikel von Maria Hanisch.

Das klimawirksame Treibhausgas CO2

Ein wichtiger Nährstoff, den Pflanzen für das Wachstum benötigen, ist das Gas Kohlendioxid (CO2), welches in der Zellstruktur eingelagert wird. Sterben die Pflanzen wieder ab und verrotten, wird auch das gespeicherte CO2 wieder an die Atmosphäre abgegeben. Es ist eines der klimawirksamen Gase, das für den sogenannten Treibhauseffekt verantwortlich ist. Treibhausgase werden für Klimaveränderungen verantwortlich gemacht. Deshalb rücken klimaneutrale Alternativen zur Energiegewinnung in der Klimapolitik immer weiter in den Vordergrund. Holzbriketts leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur CO2-neutralen Wärmegewinnung.

Die ökologischen Aspekte von Holzbriketts

CO2-Neutralität – Was bedeutet das?

Alle Heizstoffe setzen eine gewisse Menge CO2 während der Verbrennung frei. Biogene Brennstoffe wie Holzbriketts verbrennen allerdings CO2-neutral.

Der Begriff CO2-Neutralität verursacht durchaus einige Missverständnisse. Es wird im Falle von CO2-neutralen Energieträgern gern angenommen, dass diese vergleichsweise nur wenig Kohlendioxid bei der Verbrennung emittieren. Das ist so nicht ganz richtig. CO2-neutral ist ein Brennstoff dann, wenn dieser nur soviel Kohlendioxid-Gase abgibt, wie der Rohstoff durch die Atmosphäre absorbieren konnte. Im Falle von Holzbriketts gibt das Holz während der Verfeuerung soviel CO2 ab, wie es im Laufe der Wachstumsphase speichern konnte. Die gleiche Menge Kohlendioxid fällt bei der Verrottung von Waldpflanzen ohnehin an. Die Aufnahme und Abgabe von CO2 wird also kompensiert, das Heizen mit Holzbriketts verläuft somit klimaneutral.

Klimaneutralität Infografik

Bei der Beurteilung, ob ein Brennstoff klimaneutral ist, sollte allerdings auch die Herstellungsweise betrachtet werden.

  • Für die Produktion werden oftmals fossile Energiestoffe eingesetzt.
  • Und nicht nur da sinkt die Ökobilanz, auch der Transport der Brennstoffe mit Auto oder LKW bedingt einen Ausstoß von Abgasen.
  • Wird der Brennstoff also vom Produktionslager zum Händler befördert, verursacht der Transport eine CO2-Emission.
  • Kauft der Verbraucher beim Händler ein und lässt die Ware anliefern oder transportiert diese eigenständig nach Hause, so bewirkt das wiederum eine umweltschädliche Abgas-Produktion.

Auch bei Holzbriketts fallen CO2-Emisionen an, die durch Produktion und Bereitstellung für Händler und Verbraucher verursacht werden. Deshalb haben Energielieferanten wie Holzbriketts oder -pellets eine etwas schlechtere Emissionsbilanz als der Brennstoffkonkurrent, das Brennholz.

Für die Produktion von Hartholzbriketts wird rund 20 % mehr Energie aufgewendet als für Weichholzbriketts.

Dennoch haben Holzbriketts eine gute Ökobilanz. Der niedrige Wassergehalt des Holzmaterials bewirkt einen geringeren Emissionsausstoß. Zudem werden die Holzabfälle oftmals regional zu Holzbriketts oder Holzpellets verarbeitet, lange Transportwege werden dadurch vermieden.

Die ökologischen Aspekte von Holzbriketts

Holzbriketts als regenerative Energiequelle

Der Brennstoff Holz ist unerschöpflich. Während fossile Ressourcen immer knapper werden und in einigen Jahren völlig verschwinden, ist Holz ein ewig nachwachsender Rohstoff. Verfeuert man Holzbriketts, schont man also die endlichen Energieressourcen und leistet einen wichtigen Beitrag für die Natur sowie künftige Generationen.

Holz und Holzbriketts – Der nachwachsende Rohstoff

Der Begriff Nachhaltigkeit ist für die meisten heutzutage kein Fremdwort mehr und nimmt einen großen Stellenwert in der Klimapolitik ein. Der stetig wachsende Verbrauch von Holz als Baustoff sowie Strom- und Wärmelieferant, stellt Umwelt und Mensch vor eine große Herausforderung. Um zukünftig weiterhin von dem wertvollen Rohstoff Holz profitieren zu können ohne die Natur in Mitleidenschaft zu ziehen, müssen Maßnahmen getroffen werden. Dazu gehört die nachhaltige Beforstung von Waldflächen.

Herstellung von Holzbriketts aus schnellwachsenden Baumarten

Energiepflanzen wie die Pappel oder Weide werden auf sogenannten Kurzumtriebsplantagen, auch als Schnellwuchsplantagen bezeichnet, zur Biomasseproduktion gepflanzt. Dabei kann Düngemittel zum Einsatz kommen, auf Pflanzenschutzmittel wird jedoch in den ersten 2 Jahren verzichtet. Die erntereifen Bäume werden nach spätestens 10 Jahren gerodet und zur weiteren Verarbeitung als Baustoff oder Energieholz an die Abnehmer geliefert.

Pappel Plantage Kurzumtriebsflaeche

Herstellung von Holzbriketts aus Restholz und Holzabfällen

Ökologisch interessant ist der Brennstoff Holzbrikett unter anderem auch aufgrund der Wiederverwertung von Holz in Form von Holzresten und –abfällen wie Sägespäne, Hackschnitzel oder Holzmehl. Diese fallen produktionsbedingt in der Landwirtschaft, in Betrieben oder auch innerhalb der holzverarbeitenden Industrie an. Die unbehandelten Nebenprodukte sind bioenergetisch wertvolle Rohstofflieferanten, die zur Herstellung von Holzbriketts oder –pellets optimal wiederverwendet werden können.

Fazit: Das Heizen mit Holzbriketts ist zukunftssicher

Auch wenn Holzbriketts im Vergleich zu Brennholz eine etwas schlechtere Ökobilanz aufweisen, können sie dennoch als ernstzunehmende und zukunftsweisende Alternative als Heizstoff und zur Energiegewinnung gesehen werden. Und auch in ökonomischer Hinsicht werden die Holzpresslinge sicherlich auch in Zukunft für Verbraucher ein rentabler Ersatz für Erdgas und Co. bleiben.