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01. Holzpellets - Ein Überblick

Holzpellets - Ein Überblick - Ein Artikel von Maria Hanisch.

Die Gewinnung sowie Nutzung fossiler Energiequellen belastet unsere Umwelt und die Reserven werden zunehmend knapper. Eine besonders gute wirtschaftliche und ökologische Alternative bietet der Brennstoff Holzpellet.

Das Heizen mit Holzpellets ist zukunftssicher

Die Relevanz nachwachsender Rohstoffe für die Gewinnung brauchbarer Heizenergie wird in Zeiten knapper werdender Ressourcen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle zu einem zentralen Thema in der Politik und Gesellschaft. In Deutschland hat der Verbrauch von Biobrennstoffen wie Holzbriketts oder Holzpellets in den letzten Jahren vor allem in der privaten Wärmeversorgung zugenommen. Für das Jahr 2014 wurde von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ein gesamtdeutscher Verbrauch von 1,8 Mio. Tonnen Holzpellets ermittelt. Mit einem diesjährigen Produktions- und Bedarfsanstieg wird gerechnet.

Dabei spielen nicht nur die ökologischen und ökonomischen Faktoren eine bedeutende Rolle. Auch die enormen praktischen Vorteile von Holzpellets können den Verbraucher von einem Umstieg auf die Verfeuerung mit Biobrennstoffen überzeugen.

Was sind Holzpellets?

Holzpellets sind kleine, maximal 40 Millimeter lange und circa 8 Millimeter dicke, zylindrische Presslinge aus Holz. Sie gehören zu den Bio-Festbrennstoffen, die unter anderem zur Stromerzeugung genutzt werden können. Der häufigste Gebrauch von Holzpellets dürfte allerdings als Brennstoff für die Verfeuerung in der häuslichen Heizanlage liegen.

Gewusst: Ein Pressling, dessen Durchmesser mehr als 25 mm beträgt, wird Holzbrikett genannt

Woraus werden Holzpellets hergestellt?

Für die Herstellung von Holzpellets werden getrocknete und unbehandelte Holzreste wie Sägemehl oder -späne verwendet. Um eine effiziente und ökologisch hochwertige Verbrennung des Brennstoffes zu gewährleisten, wird bei der Produktion auf den Einsatz von chemischen Bindemitteln verzichtet. Als Binder wirkt der holzeigene Zellstoff Lignin, der während der Produktion aktiviert wird und dem Pressling seine hohe Festigkeit und das glänzende Äußere gibt. Die Holzreste als Rohstoff für deutsche Holzpellets stammen aus heimischer Forstwirtschaft und fallen als Nebenprodukt in der holzverarbeitenden Industrie an.

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Grüne Energie als starke Alternative

Biobrennstoffe wie Holzpellets gehen als klare Favoriten für eine emissionsarme Verfeuerung hervor. Der niedrige Wassergehalt von unter 10 % verhindert unangenehme, bisweilen gefährliche Ablagerungen von Ruß in der Heizanlage und Schornstein, und ermöglicht einen hohen Heizwert für eine effiziente Energieausbeute.

Holzpellets verbrennen CO2-neutral. Sie geben während der Verbrennung nur soviel Kohlendioxid an die Atmosphäre ab, wie das Holz im Laufe seiner Wachstumszeit aufnehmen konnte. Das macht den Brennstoff zu einem äußerst klimafreundlichen Produkt.

Zudem fällt die Ökobilanz für Herstellung und den Transport der Holzpellets aus Deutschland deutlich besser aus als für fossile Brennstoffe. Regionale Rohstoffe und kurze Lieferwege zum Werk und Händler ersparen der Umwelt hohe Mengen an schädlichen Emissionen.

Auf die Qualität kommt es an

Für Holzpellets gelten hohe standardisierte Anforderungen, damit für den Verbraucher ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität bei der Verfeuerung gewährleistet ist. Das ist nicht nur für den Schutz der eigenen Gesundheit wichtig, sondern schont zudem die Umwelt und den Geldbeutel.

Deshalb kommen als Rohstoffe für die Herstellung von Holzpellets ausschließlich ökologisch einwandfreie Abfallprodukte in Frage. Welche Holzreste verwendet werden dürfen und welche weiteren Eigenschaften an das Produkt gestellt werden, regelt der Gesetzgeber.

Dazu wurden für Holzpellets EU-Normen ratifiziert, die auch für den deutschen Brennstoffmarkt gelten. Für Hersteller gilt: Wer sein Produkt den Anforderungen der EN-Norm entsprechend auszeichnen lassen möchte, unterliegt einer eingehenden Prüfung zur Produktqualität sowie zum Herstellungsverfahren und Lagerungsprozess. Leider gibt es für Holzpellets-Händler bis heute keine Pflicht, die Ware nach den EU-Richtlinien zertifizieren zu lassen.

Die Vorteile von Holzpellets

Neben den klaren umweltfreundlichen Vorteilen gegenüber den endlichen Energieträgern haben Holzpellets praktische und wirtschaftliche Vorzüge für den Verbraucher. Sie sind in der Anschaffung und dem Verbrauch günstige Energiebringer. Sackware (bis zu 25-kg-Säcke) kann unkompliziert, platzsparend und sauber an geeigneten Lagerorten wie Wohnzimmer, Keller oder Dachboden aufbewahrt werden.

Zudem wird die Umstellung auf das Heizen mit Biobrennstoffen wie Holzpellets vom Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert. Wer also einen Umstieg von fossile auf biogene Energie wagt, spart zusätzliche Kosten.

Die Preise für Holzpellets sind in den vergangenen Jahren praktisch stabil geblieben. Das liegt zum einen an der unabhängigen Preissituation der biogenen Brennstoffe zu den Fossilbrennstoffen, zum anderen an der hohen Verfügbarkeit des Rohstoffes Holz.