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Holzpellets als Alternative zu fossiler Energie

Holzpellets als Alternative zu fossiler Energie - Ein Artikel von Maria Hanisch.

Eine beachtliche Menge von rund 30 Millionen Festmeter Holz wird jährlich in deutschen Privathaushalten zur Wärmeerzeugung verbrannt. Der nachwachsende Rohstoff gilt dabei als besonders ökonomisch und wirtschaftlich. Die Ressourcen fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle werden hingegen knapper. Eine gute Alternative sind Holzpellets.

Fossilenergie dominiert den Energiemarkt

Die Fossile Energiegewinnung hat eine vergleichsweise junge Geschichte. Noch vor 200 Jahren blieben die endlichen Energieträger als Energieerzeuger ungenutzt. Erst im Zuge der industriellen Revolution gewannen Erdöl, Erdgas und Kohle an Bedeutung und lösten den Brennstoff Holz ab. Technische Errungenschaften wie die Lokomotive oder etwas später folgend das Automobil, führten zu der primären Nutzung von Fossilenergieträgern. Auch heute sind fossile Brennstoffe die vorrangigen Energielieferanten zur Wärme- und Stromerzeugung. Der deutschlandweite Primärenergieverbrauch fossiler Energieträger lag im Jahr 2014 laut einer Statistik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei rund 88 Prozent, der Anteil erneuerbarer Energien betrug knapp 11 Prozent.

In Deutschland wird die Versorgung der Privathaushalte und Industrie mit fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas durch Importe geregelt, da Mitteleuropa über vergleichsweise geringe Vorkommen verfügt. In absehbarer Zeit werden die Reserven fossiler Brennstoffe auch weltweit ausgeschöpft sein, schon heute sind die Ressourcen knapp.

Holzpellets im Vergleich zu den fossilen Energieträgern

Holzpellets haben im Vergleich zu den endlichen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle entscheidende Vorteile.

Für die Gewinnung des Rohstoffs wird eine regenerative Ressource angezapft - das Holz. Rund 2,1 Millionen Tonnen Holzpellets wurden bis zum Ende des Jahres 2014 produziert. Trotz der großen Mengen, die für die Herstellung benötigt werden, ist das Holzangebot auch für die Zukunft gesichert. Laut der aktuellen Studie des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) verfügte Deutschland im Jahr 2014 über einen Vorrat von über 3,7 Milliarden Kubikmeter Holz und profitiert weiterhin von einem Zuwachs von rund 121,6 Millionen Kubikmeter jährlich.

Zudem sind Holzpellets hinsichtlich der klimawirksamen Emmisionsentwicklung umweltfreundliche Brennstoffe. Die Ökobilanz fällt im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen deutlich besser aus. Für die Produktion der Pellets wird eine vergleichsweise geringere Energieleistung benötigt. Die Auslieferung zum Händler und Verbraucher erfolgt oftmals regional - unnötige CO2-Ausstöße durch lange Transportwege werden somit verhindert.

Auch die Bilanz der Emissionen, die während der Verfeuerung entstehen, fällt positiv aus. Der CO2-Ausstoß von Holzpellets liegt bei 0,079 g/kWh. Braunkohle hat mit einer CO2-Emission von 0,496 g/kWh einen deutlich höheren Einfluss, Steinkohlebriketts emittieren mit einem beachtlichen Wert von 1,253 g/kWh das über 15-fache des klimawirksamen Gases.

Der Feinstaubausstoß von Holzpellets ist mit 42 g/kWh im Vergleich niedrig. Erdgas und Heizöl verursachen mit 249 g/kWh beziehungsweise 303 g/kWh weitaus höhere Belastungen. Der Umstieg eines Einfamilienhaushalts von Heizöl auf Holzpellets erspart rund 5 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Größter Feinstaubverursacher ist mit einem Wert von 452 g/kWh der Brennstoff Braunkohle.

Ein weiterer wesentlicher Faktor für die Beurteilung der Konkurrenten ist die Heizeffizienz. Die Heiz- beziehungsweise Brennwerte von Qualitäts-Holzpellets sind hoch, hier kann sich der Brennstoff mit den starken Fossilbrennstoffen wie Braunkohle messen. Eine Tonne Holzpellets hat die gleiche Energiemenge wie eine Tonne Braunkohlebriketts oder 500 Liter Heizöl.

Verbraucher profitieren auch vom Preis des Biobrennstoffs. Für Holzpellets bezahlte man Anfang Juli dieses Jahres durchschnittlich 4,67 ct/kWh, Heizöl kostete 5,93 ct/kWh - ein Preisvorteil von knapp 21 Prozent gegenüber dem Fossilbrennstoff. Haushalte, die mit Gas heizen, bezahlten am meisten - hier kostete eine kWh 6,66 Cent.

Fazit: Mit Holzpellets auf der sicheren Seite

Wer mit Holzpellets heizt, wählt einen effizienten, ökologischen und rentablen Brennstoff. Angesichts der sinkenden Ressourcenverfügung fossiler Energieträger wird die Rolle regenerativer Heizstoffe wie Holzpellets weiter gestärkt werden müssen. Privathaushalte und Unternehmen profitieren bei einem Umstieg auf erneuerbare Energiegewinnung. Finanzielle Unterstützung wird staatlich durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.