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Feinstaub durch falsche Holz- oder Holzbrikettverbrennung

Feinstaub durch falsche Holz- oder Holzbrikettverbrennung - Ein Artikel von Maria Hanisch.

Was ist Feinstaub? Verursachen Holzbriketts auch Feinstaub?

Feinstaub ist ein Luftschadstoff, der unter anderem durch den Verbrennungsprozess von festen, gasförmigen und flüssigen Brennstoffen entsteht. Die feinen Staubgemische können entweder fest oder flüssig emittieren. Zu den Feinstaubarten zählen Schwermetalle, Dioxine, Ruß, Teer und verschiedene Salze.

  • Schwermetalle und Dioxine emittieren durch Verbrennen von Abfall.
  • Ruß sowie Teer entstehen während der unvollständigen Verbrennung in der Feueranlage. Ein Faktor für die Bildung dieser Stoffe ist das Verfeuern von feuchtem Holz.
  • Salze sind Teil der Ascherückstände und entstehen durch vollständiger Verbrennung.

Es wird zwischen primären und sekundären Feinstaub unterschieden. Primärer Feinstaub entwickelt sich während der Verbrennung unmittelbar aus der Quelle. Hingegen werden Luftschadstoffe, die aus chemischen Reaktionen in der Atmosphäre entstehen, als sekundärer Feinstaub bezeichnet. Besonders in der kalten Jahreszeit werden höhere Emissionswerte ermittelt. Dieser Umstand ist teilweise auf die vermehrte Nutzung privater Heizanlagen zurückzuführen.

Gefährlicher Feinstaub durch falsche Holzverbrennung

Holzbrennstoffe nehmen in der Rangliste der Feinstaubverursacher einen hohen Rang ein. Dabei bestimmen vor allem die Holz- oder Holzbrikettqualität und die Bedienung der Heizanlage das Ausmaß der Feinstaubbelastung. Um solche Schadstoffemissionen zumindest lokal zu regulieren, ist jedem Verbraucher ein sachgemäßer und verantwortungsvoller Umgang beim Heizen anzuraten.

Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Feinstaub

Feinstaubbelastungen erhöhen auf Dauer das Risiko für die Entstehung von Krankheiten. Zu diesen zählen unter anderem Herzkreislauferkranken sowie Lungenkrebs. Zudem klagen einige Menschen in Gebieten hoher Feinstaubkonzentrationen vermehrt über Atemwegsbeschwerden, Reizungen der Augen und physische wie auch psychische Leistungsminderungen.

Wie kann man Feinstaubbildung bei Holzbriketts reduzieren?

Wer hohe Feinstaubbelastungen vermeiden möchte, sollte vor allem auf zwei wesentliche Dinge achten: Die Holzbrikettqualität und eine ordnungsgemäße Bedienung der eigenen Heizanlage.

Weniger Feinstaub durch hochwertige Holzbriketts.

Hinsichtlich der Wahl des geeigneten Brennstoffs finden sich im Handel viele Preisklassen wieder. Nicht jedes günstige Produkt ist gleich von schlechter Qualität. Dennoch sollte auf allzu verlockende Angebote, die um viele Prozentpunkte unter dem marktüblichen Preis liegen, verzichtet werden, da es sich hier oftmals um importierte, nicht zertifizierte Ware handelt. Die Qualität sowie Brenneigenschaften solcher Holzbrennstoffe und Holzbriketts liegen nicht selten unter dem Standard.

Verbraucher sollten bei Holzbriketts zu Produkten greifen, die durch Zertifizierung ausgezeichnet sind. Deutschland und Europa haben hierzu weitgehende Regelungen zur Qualitätssicherung ratifiziert. Für Brennholz, Holzbriketts und Holzpellets gelten DIN- sowie EN-Normen, die maximale Qualitätseigenschaften an den Brennstoff stellen.

Neben einem schadstoff-freien Rohstoff ist eben auch die Restfeuchte ausschlaggebend für ein feinstaubarmes und lufthygienisch einwandfreies Feuern mit Holz. Generell gilt, dass nur Holz verfeuert werden sollte, dessen Restfeuchte unter 25 % beträgt. Feuchtes Holz, welches zur Verfeuerung verwendet wird, bildet als Emissionsprodukt gefährlichen Ruß, der sich im Brennraum der Feuerungsanlage oder Schornstein absetzt.

Genormte Holzbrennstoffe liegen standartmäßig unter diesem Wert. Selbstgesammeltes und gespaltenes Brennholz erreicht nach spätestens 2 Jahren Lagerung einen Holzfeuchte-Wert von rund 20 %.

Gefährlicher Feinstaub durch falsche Holzverbrennung

Korrekte Bedienung der Feuerungsanlage bei der Verbrennung von Holzbriketts

Moderne Holzfeuerungsanlagen entsprechen in der Regel den nötigen Anforderungen für eine saubere Verfeuerung von Festbrennstoffen wie beispielsweise Holzbriketts. Ein feinstaubarmes Abbrennen des Holzes garantiert dies allerdings nicht. Zur sicheren Reduktion der lokalen Feinstaubbelastungen sollte man daher selber aktiv werden.

  1. Um die Entstehung von Feinstaub zu verringern, sollten unbedingt die Anweisungen der Betriebsanleitung der Feuerungsanlage beachtet werden.
  2. Es dürfen nur naturbelassene Holzbrennstoffe und Holzbriketts verfeuert werden. Abfälle wie Kartons, Zeitungen, Spanplatten und Sperrmüllreste sollten grundsätzlich nie in der Feuerungsanlage verbrannt werden.
  3. Der Brennstoff sollte eine maximale Holzfeuchte von 25 % haben. Besser ist eine noch geringere Holzfeuchte, wie sie beispielsweise in Holzbriketts vorhanden ist.
  4. Zu wenig Sauerstoff im Brennraum führt zu Feinstaubbildung in Form von Ruß. Daher sollte man auch bei der Verbrennung von Holzbriketts auf genügend Luftzufuhr achten.
  5. Hingegen kann zu viel Luft die Emission von sekundärem Feinstaub begünstigen - achten Sie auf eine korrekte Bedienung der Luftzufuhrregelung Ihres Ofens.

Deutschlandweiter Rückgang der Feinstaubemissionen

Das Umweltbundesamt bestätigte 2013 eine Abnahme der Feinstaubbelastungen in Deutschland. Demnach wurden seit 1990 großräumig geringere Werte ermittelt. Dennoch sind die Emissionswerte vor allem in Industriegebieten und Städten deutlich höher als es die Grenzwerte laut der Luftqualitätsrichtlinien erlauben. Hinsichtlich der schlechteren Lufthygiene in solchen Regionen sollen auch zukünftig weitere Regelungen helfen, einen sauberen Lebensraum für Mensch und Umwelt zu schaffen. Eine dieser Maßnahmen: Vielerorts ist das Heizen von Kaminöfen mittlerweile verboten.

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