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Die richtige Lagerung von Holzpellets

Die richtige Lagerung von Holzpellets - Ein Artikel von Maria Hanisch.

Während Sackware gut unterzubringen ist, gibt es für größere Mengen spezielle Anforderungen an die Lageräume oder -behälter. Da es sich bei Holzpellets zudem um einen Brennstoff handelt, gilt es für den Verbraucher, Sicherheitsvorschriften zu beachten und einzuhalten.

Kleine Mengen Holzpellets lassen sich einfach lagern

Holzpellets können unter anderem als 15-Kilogramm- beziehungsweise 25-Kilogramm-Sackware gekauft werden. Neben diesen kleinen Mengen werden auch Bigbags, die einer Tonne Holzpellets entsprechen, und lose Ware angeboten.

Sackware kann praktisch an jedem Ort aufbewahrt werden. Mögliche Lagerplätze sind Keller, Wohnzimmer oder Dachboden. Wichtig ist, eine trockene und staubdichte Umgebung zu wählen. Holzpellets dürfen unter keinen Umständen Feuchtigkeit ausgesetzt sein, da sie sonst ihre guten Brenneigenschaften verlieren und unbrauchbar werden. Zudem ist eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten, um die Luftfeuchtigkeit im Raum niedrig zu halten.

Für große Mengen müssen geeignete Lagerplätze gefunden werden

Lose Pellets können in einen geeigneten Raum oder alten, nicht mehr gebrauchten Öltank gefüllt werden. Bei der Wahl des Pelletlagers ist auf eine ausreichende Größe zu achten. Idealerweise sollte darin etwas mehr als eine Jahresmenge Holzpellets gelagert werden können. Zudem sollte das Lager für eine komplette Entleerung unbedingt einen Neigungswinkel von rund 40 Grad aufweisen.

Neben dem Eigenbaulager gibt es spezielle Fertiglager für Holzpellets, welche die Sicherheitsstandards für Brennstofflagerorte gewährleisten. Sie verfügen bereits über ein Befüllsystem und sind zudem mit Entnahmeeinheit erhältlich.

Fertiglager für Holzpellets

Es gibt eine Reihe von Angeboten für Fertiglager, die entweder oberirdisch oder unterirdisch installiert werden können. Vorteile solcher Lager gegenüber den Eigenbaulagern sind ein geringerer Montageaufwand und eine bessere Gewährleistung der Sicherheit. Vorab sollte man sich informieren, ob ein Fertigbau-Lagersystem mit dem Pelletkessel kompatibel ist.

Oberirdische Fertiglager für Holzpellets sind die verbreitetsten Systeme. Sie bestehen aus Kunststoff, Metall und Polyestergeweben. Solche Sacksilos haben eine Kapazität für 2 bis 7 Tonnen Holzpellets und können sicher in der Nähe des Pelletkessels aufgebaut werden.

Für unterirdische Fertiglager gelten hingegen spezielle Anforderungen. Zum einen müssen die Erdtanks vor Feuchtigkeitseinflüssen geschützt sein. Zum anderen ist es nötig, die Zuführung der Holzpellets zum Pelletkessel über Leerrohre herzustellen.

Wichtige Faktoren für eine reibungslose Anlieferung von Holzpellets

Die Anlieferung der Holzpellets und die Befüllung der Lager erfolgt mittels Silowagen. Der Befüllschlauch des Fahrzeuges ist maximal 30 Meter lang. Deshalb sollten die Befüllkupplungen nicht weiter als 30 Meter von der Einfahrt entfernt und gut erreichbar sein. Wird ein längerer Befüllschlauch benötigt, sollte der Lieferant vorab informiert werden. Außerdem ist es nötig, einen genügend breiten Zufahrtsweg von 3 Meter und eine Durchfahrtshöhe von 4 Meter zu gewährleisten, damit der Silowagen problemlos anfahren kann.

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Sicherheitshinweise zum Lagern von Holzpellets

Holzpellets unterliegen bei längerer Lagerung einem Zersetzungsprozess, bei dem hohe Konzentrationen des geruchlosen und toxischen Gases Kohlenmonoxid emittieren. Dieses Gas kann bereits bei geringen Mengen von 200 ppm zu leichten Vergiftungserscheinungen führen, bei hohen Konzentrationen tödlich sein. In luftdichten Pelletlagern wurden bereits Werte von einigen Tausend ppm gemessen.

Deshalb sind Aufenthalte im Lagerraum ohne Vorkehrungen verboten. Bevor das Lager betreten werden darf, muss deshalb ausreichend gelüftet werden. Eine kurze Durchlüftung reicht hier allerdings nicht aus. Es ist empfehlenswert, spezielle Lüftungsdeckel, die den Luftaustausch von außen ermöglichen, zu installieren oder ein Fenster permanent geöffnet zu halten.

Unbefugte und Kinder sind vom Lagerraum stets fernzuhalten. Als Warnung lohnt es sich, Hinweisschilder an der Eingangstür anzubringen. Der Deutsche Energieholz- und Pelletverband e.V. (DEPV) bietet hierzu einen kostenlosen Download der Hinweisschilder für Pellet-Großlager unter und über 10 Tonnen an: http://www.depv.de.

Nach der dritten Befüllung des Pelletlagers sollte eine vollständige Entleerung und Reinigung vorgenommen werden. Es ist ratsam, diese Aufgabe einer Fachperson anzuvertrauen.