Holz ist unser Geschäft

Die Herstellung von Holzpellets

Die Herstellung von Holzpellets - Ein Artikel von Maria Hanisch.

Im Handel erhältliche Pellets wie Holz-, Torf oder Strohpellets können sich durch ihre Form- und Farbgebung voneinander unterscheiden. Maßgeblichen Einfluss haben dabei der verwendete Rohstoff und das Herstellungsverfahren. Welche Materialien werden zur Herstellung von Holzpellets verwendet und wie läuft die Produktion des Brennstoffs im Einzelnen ab?

Was wird für die Herstellung von Holzpellets benötigt?

Holzpellets werden aus einem umweltschonenden und nachwachsenden Rohstoff hergestellt – dem Holz. Holz zeichnet sich unter anderem durch seine hohen Brenneigenschaften aus und verbrennt zudem klimaneutral. Das macht den Heizstoff zu einer ökologisch einwandfreien Alternative gegenüber der fossilen Energie.

Für die Herstellung werden vor allem trockene und unbehandelte Holzspäne oder –mehl verwendet, die als zerkleinerter Abfall in der holzverarbeitenden Industrie anfallen. Dabei wird gleichzeitig die Wirtschaft gefördert, da die vom Pellethersteller aufgewendeten Abnahmekosten der Holzabfälle wiederum ein Gewinn für den Industriebetrieb bedeutet.

Für die Produktion von Holzpellets werden in Deutschland vor allem heimische Rohstoff-Ressourcen angezapft. Oftmals wird der Holzabfall ansässiger Betriebe als Material für die Herstellung verarbeitet.

Nachhaltige Beforstungsmaßnahmen unserer Wälder sollen auch in Zukunft die Holzversorgung sicherstellen. Somit bleibt der Brennstoffbedarf - auch bei steigender Nutzung von Holzpellets - für deutsche Haushalte gedeckt.

Die Stufen der Pelletierung

Das Rohmaterial hat, bedingt durch die natürliche Holzfeuchte, eine gewisse Menge Wasseranteil. Deshalb müssen im ersten Schritt die Späne beziehungsweise das Mehl einem Trocknungsprozess unterzogen werden, bis das Material eine 12- bis höchstens -14-prozentige Restfeuchte aufweist. Der Trocknungsprozess ist energieintensiv. Um Energie einzusparen, wird daher oftmals Prozessabwärme von anderen Betriebswärmequellen genutzt.

Bevor die Produktion der Holzpellets beginnen kann, wird das Rohmaterial im sogenannten Metall und –Schwergutabscheider einem gründlichen Reinigungsprozess unterzogen. Dabei werden etwaige Nebenprodukte wie Steine oder Metallreste vom Material getrennt.

Danach wird das getrocknete Material zu einer homogenen Rohmasse zerkleinert. Die zermahlenen Späne betragen nun maximal 6 Millimeter.

Anschließend wird die Rohmasse in die Pelletpresse befördert und unter hohem Druck durch Bohröffnungen gepresst. Die in der Presse entstehenden Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad Celsius bewirken die Freisetzung des holzeigenen Zellstoffs Lignin, der als Bindemittel zur Festigung der Holzpellets dient. Auf chemische Bindemittel kann daher verzichtet werden.

Die verdichteten Stränge werden noch während des Pressvorgangs auf eine einheitliche Größe zugeschnitten. Je nach Presse und vorab definierten Eigenschaften variiert die Größe eines Holzpellets zwischen 6 bis 10 Millimeter im Durchmesser und 10 bis 30 Millimeter in der Länge.

Die fertig gepressten Holzpellets werden nun in einem Pelletkühler abgekühlt. Dieser Vorgang ist nötig, um die Festigkeit der Holzpellets - und somit eine gute Qualität –sicherzustellen.

Im letzten Vorgang werden nicht verdichtete Feinanteile und größere Holzpellets ausgesiebt. Die aussortierten Anteile werden anschließend für den nächsten Produktionsgang wiederverwertet.

Die Herstellung entscheidet über Form und Qualität der Holzpellets

Um eine einwandfreie und verwertbare Qualität für den Endverbraucher zu gewährleisten, muss die Produktion der Holzpellets fachgerecht erfolgen. Um dies sicherzustellen, gelten für Brennstoffe wie Holzpellets bestimmte Normen, die vom Hersteller eingehalten werden sollten.

Zuviel Restfeuchte im Material wirkt sich negativ auf die Brenneigenschaften sowie Energieeffizienz der Holzpellets aus und begünstigt zudem gefährliche Emissionen. Unzureichend verdichtete Presslinge zerfallen leicht. Diese Holzpellets sind deshalb nicht nur unsauber in der Lagerung, sondern auch schlecht verwertbar, da liegengebliebene Abfälle ungenutzt verschwendet werden.

Mangelhafte Produktion und unsachgemäße Lagerung des Herstellers können schwerwiegende Qualitätseinbußen für das Endprodukt zur Folge haben. Für den Verbraucher kann dies teuer werden. Die Brenneffizienz minderwertiger Holzpellets ist nicht selten herabgesetzt, für eine langanhaltende Wärmeabgabe muss öfter nachgelegt werden und die Vorräte sind schnell wieder aufgebraucht.

Die meisten Hersteller und Händler entscheiden sich daher, sofern die Ware den Normregelungen entsprechen, für eine Zertifizierung ihres Produktes. Diese DIN- beziehungsweise EN-Siegel gewährleisten dem Verbraucher, dass die Holzpellets fachgerecht und qualitativ hochwertig hergestellt wurden.