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01. Das Holzbrikett - Ein Überblick

01. Das Holzbrikett – Ein Überblick - Ein Artikel von Maria Hanisch.

Holzbriketts - Heizstoff mit Zukunft

Gerade in Anbetracht der steigenden Energiekosten und knapper werdenden Ressourcen bei den fossilen Energieträgern rückt der Biobrennstoff Holzbrikett immer weiter in den Fokus. Aufgrund der umweltschonenden Eigenschaften und der vergleichsweise stabilen und günstigen Preislage, sind Holzbriketts eine attraktive Alternative für Verbraucher geworden. Bioenergie wird in Zukunft in immer mehr Wohnungen und Häusern für wohlige Wärme sorgen. Somit werden auch Holzbriketts einen ökologisch und ökonomisch effizienten Beitrag zur modernen Energieversorgung leisten.

Holzbriketts ein Überblick

Die Entwicklung der Holzbrikettindustrie

Die Anfänge der Holzbrikettierung reichen bis in das ausgehende 19. Jahrhundert zurück. Der Energiebedarf nahm aufgrund neuer technischer Errungenschaften und des starken Wachstums der Industrie rasant zu. Die erste Holzbrikettpresse wurde aber bereits schon im Jahr 1855 angemeldet und patentiert. Hergestellt wurden anfangs vor allem Kohlenbriketts, die aus Braunkohle oder auch Kohlestaub gepresst wurden. Später wurde durch Zugabe von Holzabfällen der erste Grundstein für die weitere Entwicklung der heute beliebten Holzbriketts gelegt.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die erste Brikettpresse für organische Stoffe patentiert. Nun konnten auch die anfallenden Holzabfälle aus Schreinereibetrieben und Sägewerken zu verheizbaren Holzbriketts verarbeitet werden.

Gewusst? Der älteste Brennstoff Holz wurde von unseren Vorfahren schon vor rund 400.000 Jahren zum Heizen und Kochen eingesetzt.

Was ist eigentlich ein Holzbrikett?

Ein Holzbrikett ist ein biogener Festbrennstoff und wird vor allem zur Wärmebereitstellung oder auch Stromerzeugung über eine Biogasanlage genutzt. Holzbriketts gewinnen vor allem in häuslichen Gebrauch stark an Bedeutung, denn immer mehr Menschen stellen aufgrund der steigenden Energiepreise auf herkömmliche Ofenheizungen oder Kamine um.

Woraus besteht ein Holzbrikett?

  • Zusammengesetzt sind die Holzbrikett-Presslinge aus naturbelassenen trockenen Holzabfällen wie Holzspäne oder Sägemehl.
  • Das Holz, aus dem die Nebenprodukte entstehen, stammt wiederum aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
  • Bei der Herstellung von Holzbriketts wird auf den Einsatz von chemischen Bindemitteln verzichtet. Als Binder wirkt hier der holzeigene Zellstoff Lignin, welches während des Pressvorgangs mobilisiert wird.
  • Mit modernster Technik werden die Holzabfälle dann unter hohem Druck zu festen gleichmäßigen Holzbriketts gepresst.

Gewusst? Presslinge, die einen kleineren Durchmesser als 25 Millimeter haben, werden Holzpellets genannt.

Holzbrikett ist nicht gleich Holzbrikett

Holzbriketts sind in ihrer Form meist länglich mit glatt geschnittenen Kanten. Handelsüblich sind aber auch runde Formen, die mal mit und ohne Loch gefertigt werden. Gängige Holzbrikettausführungen sind:

  • Runde Holzbriketts
  • Eckige Holzbriketts
  • Holzbriketts mit Loch
  • Schüttgutbriketts (kürzere, runde Form)

Entzündbarkeit und Brenndauer variieren je nach Größe, Form und Holzart. Ein Holzbrikett mit Zugloch beispielsweise lässt sich besser anzünden und erzeugt ein intensiveres Flammenspiel. Ohne Loch hat ein Brikett eine längere Brenndauer.

Welche Vorteile bieten Holzbriketts im Vergleich zu anderen Brennstoffen?

Holzbriketts zeichnen sich vor allem durch ihren hohen Heizwert, der praktischen Größe und den ökologischen Vorteilen aus. So profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie. Der Heizwert von Holzbriketts liegt, aufgrund des geringen Feuchtigkeitsanteils von ungefähr 7 – 10 %, weitaus höher als bei luftgetrocknetem Holz oder Stroh; hier kann der Wassergehalt bis zu 20 % betragen. Aber auch die Form und Größe bieten maßgebliche Vorteile bei der Lagerung. Aufgrund der geraden Flächen sind Holzbriketts gut stapelbar und nehmen deutlich weniger Volumen ein als ein vergleichbarer Stapel Brennholz.

Obendrein sind sie recht sauber in der Lagerung und frei von Schädlingen und können deshalb auch problemlos in Wohnräumen aufbewahrt werden. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Einsatzmöglichkeiten. So können Holzbriketts, sofern sie DIN- bzw. EN-zertifiziert sind, in nahezu allen Heizkaminen und Kachelöfen verfeuert werden. 

Wie sieht es mit der Emissionsbilanz aus?

Auch hier bieten Holzbriketts einen klaren Vorteil gegenüber anderen Heizstoffen. Im Gegensatz zu konventionellen Brennmitteln wie Kohle, Öl oder Gas verbrennen Holzbriketts CO2 – neutral. Bedeutet, dass nur soviel Kohlendioxid bei der Verbrennung an die Erdatmosphäre freigesetzt wird, wie ein Baum während des Wachstums binden kann. Allerdings sollte bei all dem Lob auch erwähnt werden, dass die ökologische Bilanz in Anbetracht der Faktoren wie Transportwege oder Produktionsabläufe, etwas niedriger ausfällt.